Vita
| Zeitraum | Inhalt |
|---|---|
| 1945 | Erster Januar geboren im Luftschutzkeller in Zwickau/Sachsen |
| 1945 - 1949 | Aufgewachsen im Heimatort Ronneburg/Thüringen bei Mutter und Omas Fotos |
| 1949 - 1951 | Vater (Waffen-SS) kehrt aus Gefangenschaft zurück. Flucht in den Westen. Bad Godesberg Fotos |
| 1951 - 1954 | Wesseling, Volksschule Fotos |
| 1954 - 1958 | Köln-Kalk, ein Jahr Volksschule, drei Jahre Gymnasium |
| 1958 - 1966 | Aachen, Gymnasium bis zum Abitur mit 21 Jahren |
| 1960 - 1964 | Leistungssport, Leichtathletik Fünfkampf |
| 1964 - 1966 | Statist und Tänzer im 'Extraballett' am Aachener Stadttheater Fotos |
| 1966 - 1969 | Studium an der Uni Köln. Theaterwissenschaft (Badenhausen, 7 Sem.), Germanistik (Hinck, 7 Sem.), Philosophie (Rohrmoser, 2 Sem.), Kunstgeschichte (Ladendorf, 2 Sem.), Soziologie (Scheuch, 3 Sem.) Fotos |
| 1967 - 1969 | Abends Schauspielschule mit normaler, staatlicher Abschlussprüfung. Während dieser Zeit erste Auftritte als Schauspieler in Köln und Heilbronn |
| 1969 - 1970 | Abbruch des Studiums und Engagement als Schauspieler im Schauspiel Köln. |
| 1970 | Festes Engagement als jugendlicher Charakterdarsteller ausgeschlagen (Intendant Dreese: «Sie sollten Lehrer werden»), stattdessen Produktionsrequisiteur an der Kölner Oper. |
| 1970 - 1971 | Bühnenarbeiter am Münchner Gärtnerplatztheater. Ab Herbst '70 Berlin. Paketbote. Abgeschlossene Ausbildung zum Briefträger. Kündigung. Verkauf von über 3.000 Büchern aus eigener Bibliothek zwecks Lebenshaltungskosten in der Berliner TU-Mensa. Anschließend selbstgegossene, schlecht brennende Kerzen in der TU-Mensa verkauft. Auf Grund von zu häufigen Beschwerden Gürtel hergestellt von der Kuhhaut bis zum Endprodukt und vor dem Café Kranzler auf dem Kudamm verkauft. Dadurch Mercedes Benz (ehemaliges Taxi) und drei Monate New York. Durch zufällige Begegnung mit altem Gesangslehrer wieder Engagement. Fotos |
| 1971 | Im privaten Kölner Theater am Dom Regieassistent, Schauspieler, Dramaturg und Inspizient bei Bedarf. Bruttolohn: 1000 DM. Zusammenarbeit mit Harald Juhnke. |
| 1971 - 1973 | Regieassistent bei Boy Gobert am Thalia Theater in Hamburg. |
| 1973 - 1975 | Schauspieler am Theater der Jugend, dem Kinder- und Jugendtheater der Münchner Kammerspiele. Dort Erlernen der Didaktik, wie man schwierige Inhalte so vermitteln kann, dass sie als nicht schwierig empfunden werden. Fotos |
| 1975 | Am 3. Januar Premiere des Heine Programms: "Die Menschen sind keine Esel". Stern der Woche der Münchner Abendzeitung und Rose der Woche der Münchner TZ. Flut von Angeboten für Rezitationsabende. Kündigung des Engagements am Theater der Jugend mitten in der Spielzeit. |
| 1975 - 1980 | Ca. 200 bis 250 Auftritte pro Jahr in Freizeitheimen, Jugendzentren, Universitäten, bei Gewerkschaften und Parteien. Fotos |
| 1976 | Heine: "Deutschland – Ein Wintermärchen" (mittlerweile über 1000 Aufführungen); Roman Ritter: "Einen Fremden im Postamt umarmen" (nur 20 Auftritte, da niemand Roman Ritter und mich zu dieser Zeit kannte, obwohl ich nie wieder so gute Kritiken bekommen habe, wie für dieses Programm.) Fotos |
| 1977 | "Tucholsky-Abend" mit André Rebstock, später Simon Rebstock, noch später Sigurd Rozbroj, schließlich Ulrich Türk und ganz zum Schluss Oliver Steller (jeweils Gitarre) Fotos |
| 1979 | "Brecht-Abend: Lieder und Texte" mit Sigurd Rozbroj und Ulrich Türk (Gitarre). Fotos |
| 1980 | Wahlkampftournee gegen die Kandidatur von Franz Josef Strauß zum Bundeskanzler. Titel: "Der Lump" - ein Gedichttitel von Theodor Storm. Strauß wurde nicht gewählt, hat mich verklagt und nicht nur die Wahl, sondern auch den Prozess verloren. Fotos |
| 1981 | Im Frühjahr: Abend mit deutschen und türkischen Liedern und Gedichten des türkischen Lyrikers Nazim Hikmet in deutscher Sprache mit der Sängerin Sümeyra, dem Geiger Tahsin Incirci, Thomas Friz, dem Sänger von Zupfgeigenhansl und drei weiteren Musikern. Durch dieses Programm musste ich eine Hypothek von 120.000 DM auf mein gerade erworbenes Haus aufnehmen. |
| 1982 | An Ostern Ausstrahlung eines 45-minütigen Films mit Ausschnitten aus "Goethe für alle" im ZDF. Dadurch konnte ich die Hypothek wieder streichen lassen. |
| 1983 | "Balladen für Kinder" mit Ulrich Türk (Gitarre). Im Mai "Die Verbrannten Dichter -Fahrlässig umgebracht" mit Ulrich Türk (Gitarre). Mein erstes und einziges staatlich subventioniertes Lyrik-Programm zum 50. Jahrestag der Bücherverbrennung. Fünfmal im Mai 1983 sollte ich es spielen, über 150-mal in den nächsten fünf Jahren habe ich es gespielt. |
| 1984 | Die Bezeichnung 'Reziteater' wird eingeführt, weil der Intendant des Kölner Schauspielhauses, Jürgen Flimm, mich mit meinem Partner Ulrich Türk und meinem Agenten Karl Reichmann für 60 Abende pro Spielzeit in den Kölner Kammerspielen (330 Plätze) engagierte. |
| 1985 | "Die Bibel – Lieder und Texte von Abraham bis Jesus" auf Anregung von Jürgen Flimm mit Unterstützung der Pfarrerin Renate Wind. |
| 1986 | "Nelson Mandela: Die Verteidigungsrede" eine einmalige Aufführung vor 20.000 Menschen in der Dortmunder Westfalenhalle. Über das Jahr verteilt 120 Gedichte im Rundfunkprogramm Mittagsmagazin (WDR 2). |
| 1987 | Wilhelm Busch: "Der Vogel hat Humor" und "Die fromme Helene". Musik: Ulrich Türk (Syntheziser, Gitarre). |
| 1988 | "Goethe: Reineke Fuchs", Solorezitation, Trennung von Ulrich Türk. Fotos |
| 1989 | "Das Poesiealbum", erst mit Klaus Burger (Tuba) und Vridolin Enxing (keyboards), dann Solorezitation. Fotos |
| 1990 | Über einhundert Gedichte tagtäglich im RIAS Frühstücksfernsehen, Moderation: Nina Ruge, Regie: Axel Radler. |
| 1990 - 1993 | Wird das 'Reziteater' in Mülheim an der Ruhr drei Jahre lang durch die Leonhard-Stinnes-Stiftung subventioniert, weil Animation zum Lesen einer der Gründe dieser Großindustriellen am Ende des 19. Jahrhunderts war, die Stiftung ins Leben zu rufen. Fotos |
| 1991 | "Robert Gernhardt: Spaßmacher und Ernstmacher" mit Stephan Schleiner (Klavier). |
| 1992 | Fernsehaufnahmen zu "Lyrik für Alle" in Berlin. Mit Provobis, der Filmfirma vom Bischof Lehmann. Regie: Jürgen Haase. |
| 1992 - 1999 | Siedelt sich zusätzlich das 'Reziteater' im Vortragssaal der Volkshochschule Köln (720 Plätze) am Neumarkt an und spielt dort dreißig bis vierzig mal pro Jahr vor ausverkauftem Haus. Eine der Besonderheiten war, dass jeder Besucher in der Pause ein Glas Sekt oder Orangensaft auf Kosten des Hauses erhielt, wobei ich immer vor der Pause auf der Bühne sagte, dass ich mir das leisten könne, da mein Theater das einzige Theater in Köln sei, das nicht subventioniert würde. Fotos |
| 1993 | Dritter Januar Start der Ausstrahlung von 'Lyrik für Alle' bei 3sat mit anfänglich 30.000 Zuschauern. Diese Fassung besteht aus 150 Folgen à 10 Minuten wurde fünfmal ausgestrahlt bis Sommer 2004. |
| 1994 | "Else Lasker-Schüler: Deutsche Dichterin" Musik: Oliver Steller (Gitarre), Dietmar Fuhr (Kontrabass), Bernd Winterschladen (Saxophon) und Ricardo Viviani (Tanz). Fotos |
| 1995 | "Joachim Ringelnatz – Ein Artistenleben" mit Artango (Paris), bestehend aus Fabrice Ravel Chapuis (Klavier) und Jacques Trupin (Bandoneon). Fotos |
| 1996 | "Christian Morgenstern: Galgenlieder mit einem Zwischenspiel von Palmus Palmström, Herrn v. Korff & Palma Kunkel" mit Christine Högl (Keltische Harfe). |
| 1997 | "Annette Droste: Die Judenbuche" Musik: Nebojsa Zivkovic (Marimba) und Florian Görner (Syntheziser). Fotos |
| 1998 | "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele", Gedichte von unbekannten Lyrikerinnen und Lyrikern; Aufführung als Gemeinschaftslesung, erst im Kölner Reziteater, dann in Weimar; |
| 1999 | "Auch Goethe – Briefe über und Texte von Goethe" |
| 2000 | "Salomo – Die Sprüche • Der Prediger • Das Hohelied • Das Buch Ruth • Das Buch der Könige"; Aufführungswochenende in einer Mainzer Kirche mit Oliver Steller (Gitarre), Florian Görner (keyboards), Charlott Karlstedt (Gesang). |
| 2001 | "Günter Nehm: Nonsens" – einmalige Aufführung zu Günter Nehms 70. Geburtstag mit Matthias Klausner (Klavier). |
| 2002 | Herzinfarkt |
| 2003 | "Gesprochene Lieder" mit Susanne Kessel (Klavier), Jone Kaliunaite (Bratsche), Bernd Winterschladen (Saxophon). |
| 2004 | "Lyrik der Welt", weitere 50 Sendungen mit Gedichten aus dem abendländischen Kulturraum für 3sat. Einmalige Ausstrahlung. |
| 2005 | Beginn der Neuverfilmung von "Lyrik für Alle" und "Lyrik der Welt". In digitaler Bild- und Tonqualität im Format 16:9 und mit dem erweiterten Wissen von 15 Jahren Berufserfahrung seit der ersten Fassung. Natürlich weiterhin bei 3sat. Mittlerweile über 250.000 Zuschauer. Fotos |
| 2006 | "Heinz Kahlau: Gedichte" mit Heinz Kahlau (Sprache) und Stefan Sell (Gitarre), das durch die Krankheit Heinz Kahlaus in eine "Wintermärchen"-Tournee umgewandelt werden musste. Fotos |
| 2007 | "Lutz Görner spricht, singt, brüllt und tanzt Robert Gernhardt", Gedichte aus dem Buch "Wörtersee" mit Stephan Schleiner (Klavier). Fotos |
| 2008 | Lutz Görner spricht: Wilhelm Busch trifft Charles Bukowski Fotos |
| 2009 | "... Opiumschlummer und Champagnerrausch" |
| 2010 | Fortsetzung der Schiller-Tournee mit Stefan Sell. Endstadium der dreijährigen Vorbereitung für „FRANZ LISZT FÜR ALLE“. Fotos |
| 2011 | Frühjahr noch Schiller und ab September „FRANZ LISZT FÜR ALLE“ mit Elena Nesterenko. Die Erfindung eines neuartigen Klavierabends in der Inszenierung von Lutz Görner. Fotos |

