Das Gedicht des Tages vom 03. September 2012

Verlaine, Paul - Im Mondschein

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3 Kommentare:

roenisch schreibt am 31. Januar 2010

Gestern Abend in HB-Vegesack habe ich Sie endlich einmal live erleben und sehen können. Viel schmucker der Herr! als in der \"Kiste\". Ich habe es genossen, Schiller nach Ihrer Art von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Toll auch Stefan Sell (?)s sensibles und temperamentvolles Begleiten. Dank an Sie für die Aufklärung über das Ende Ihres sonntaäglichen TV-Besuches in mein Wohnzimmer. Aber ich scheue keine Mühe, mich ins Büro umzusetzten: Bill Gate macht vieles möglich! Weiterhein viel Erfolg und gute neue Ideen. Mit fröhlichem Gruß nach Bremer Art, Elke Rönisch Übrigens habe ich noch so einige Kassetten und kleine Begleitbüchlein von LG aus früheren bzw. Anfangszeiten ....

evellaub schreibt am 10. Juni 2007

Interessante Interpretation - es webt seelisch, als würde der Dichter sehend sprechen. Alles ist im Fluss wie im Traumspiel dieser Trauer verbergenden Masken, die zuerst noch lebhaft herumgaukeln. Die ungewöhnliche Dehnung des sonst als langweilig geltenden Vokals "E" ergibt aber sinngemäss eine Verbindung der Seele mit "erlesene", "verhehle" und dadurch einen flächigen Film bis Trug (Punkt). Dann wiederum eine erfrischtere, vorsichtige Stimme zu der weiteren poetischen Erklärung der Seelenlandschaft: "das sinkt in melancholischen ... so recht nie froh ... ihr Gesang zerfliesst ... bis Mondesweben". O Clair de lune ... bis Marmorbecken Was mich hier stört, trotz des inhaltlich bedingten breiten Sprachflusses, ist folgende Zeile. Vielleicht ist es eine durch die deutsche Sprache sich ergebende Änderung? Nicht mehr zu der breiten Einheit passend, scheint mir der für mein Empfinden zu gedehnte "Strahl", denn es folgt "wie funkelnder Kristall". Diese müssten für mich wiederum belebter sein wegen der Adjektive "schlank" und "funkelnder". Daraus schöpft die trauernd erschöpfte Seele ja Erquickenderes - so aber bleibt sie selber träge und müde. Das letzte Wort "Marmorbecken" ist wiederum noch zu wenig empfangend tief / hängt ein wenig in der Luft. Zu gross darf es allerdings nicht wirken. Eine verzwickte Lage für einen Rezitator. Sollte die distante Trauer aber interpretatorische Absicht sein, welche auch diese Distanz von der Seele zu einem "höheren" Quell fasslich macht, dann wiederum finde ich die Rezitation genial. Jedenfalls passt das Gedicht mit diesen poetischen Bildern sehr zu meiner derzeitigen Lektüre "Maria Nepheli" von Odysseas Elytis. Mit freundlichem Gruss Evelyne Lauber

E-Mail-Adresse schreibt am 10. Juni 2007

Super! Der passende Kommentar zum Kommentar!

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