von Christian Morgenstern

Kommentare  

memale
# memale 2010-08-12 01:02
Ich vergaß meine Gruß, lieber Herr Görner: in alter Treue- wie könnte es anders sein? Mechthild Mathis
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memale
# memale 2010-08-12 00:23
Kaiserzeitliches, unentschieden und ratlos - wie es damals wohl eher die Ausnahme war. Das Gedicht stammt aus dem Jahr 1895.Wie stand es damals um Bismarck? Der Lotse war längst von Bord gegangen, verwitwet und krank. Es gab nichts mehr zu erwarten. Die Soziale Frage hatte er nicht lösen können- sie stand auch nicht mehr auf der Tagesordnung deutscher Politik - im Gegensatz zum ehrgeizigen Wettrüsten mit England: Tirpitz war jetzt im wahrsten Sinne des Wortes "am Ruder". Fontane in der Warteschlaufe also: in einer Zeit, die sich langsam aber unaufhaltsam auf den Ersten Weltkrieg zubewegte... nur: das konnte Theodor nicht ahnen. Ihn bewegte noch die Frage, was aus dem einst so großen Bismarck werden würde, nachdem dieser von Wilhelm II. entlassen worden war. Das Löschblatt- ein Symbol für die Vergangenheit? Wohl kaum... Das Kaiserrreich verhalf Deutschland zu neuem internationalen Prestige. Aber: die Resignation des alten Fontane setzt sich durch, die Resignation vor dem ewigen Tauziehen um Macht und Ansehen, um Innovation oder Tradition (versinnbildlicht in der Gestalt Bismarcks).Nun, bevor ich langweilig werde, beende ich diesen Exkurs. Das Fin-de-Siècle war eher behäbig als anstrengend und Fontanes Ratlosigkeit ist ein deutlicher Ausdruck der vorübergehenden Entspannung. Typisch deutsch dabei ist allerdings die Irritation angesichts fehlender Zielsetzungen. Da lobe ich mir den "Kuss" von Rodin. So hätte man sich die kostbare Freizeit auch vorstellen und gestalten können. Dem Deutschen aber muss dieses Vakuum weh tun. Helas!
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wolfgang rinnebach
# wolfgang rinnebach 2007-10-15 02:00
Und so geht`s Jahr ein - Jahr aus, immer weiter schiebt man`s raus. Bis der Große Meister spricht: " Weiter Mensch gehst D U jetzt nicht." Ordne Deinen Kram bei Zeiten auf den letzten Weg zu schreiten.
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