Das Gedicht des Tages vom 12. November 2010

Rilke, Rainer Maria - Die erste Elegie

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4 Kommentare:

memale schreibt am 12. November 2010

Ein Mensch, der den Tod ins Auge fasst, ein Mensch in der Krise. Nein - dies ist nicht irgendeiner-es ist Rilke. Warum sollte er sich nicht als Künstler gerade in der größten Zerrissenheit in Pose werfen dürfen? Wieviele künstlerische Ausdruckformen kennt die Klage ? Sie ist wohl eines der ältesten Motive des Kunstschaffens. Wenn es dem MENSCHEN Rilke dazu verhilft, kunstschaffend über diese Krise hinwegzukommen, dann ist dies eben SEIN Weg! Und ich freue mich hier und heute so ganz nebenbei über diese beeindruckende Elegie. Kunst ist eben Geschmacksache. Herzliche Grüße, Herr Görner! Mechthild Mathis

wolfgang.rinnebach schreibt am 12. November 2010

Selbst auf die Gefahr hin als "Lyrik-Kunst-Banause" zu gelten, ist festzustellen , dass auch die ganz großartige, fast musikalische Vortragskunst von L.Görner, nicht darüber hinwegtäuschen kann , dass es sich bei dieser Elegie ( gr.= elegos = Klagegesang mit Flötenbegleitung ) eigentlich um die lyrische Äußerung einer überspannten "Betroffenheit der Seele" handelt, ein Verlieren, ja zelebrieren einer tiefsinnig-mystisch, dunklen Wort-Unendlichkeit , weit ab von der Realität des wirklichen Lebens. Echt deutsches Lyrik -Dichtertum, die Romantik hinter sich lassend, Höderlin sicher übertreffend aber - bei Licht besehen - nicht ausdrucksstärker.

info schreibt am 11. April 2009

Rilke - Die erste Elegie - Görner Welch ein Glücksfall, dass Autor, Werk und Rezitator - sich auf allerhöchstem Niveau bewegend, sich gleichsam verschlingend, über Zeit und Raum hinwegsetzend, dem gedruckten Wort die Stimme gebend -, sich gefunden haben! Denn durch was sollte die Kunst eher zur Geltung kommen als durch ihre Anwendung? Wenn man fühlt, muss nichts mehr begründet werden. Mit herzlichem Gruß Ihr Rudolf Nedzit

heidrun.dietz schreibt am 17. Januar 2008

Huh, am frühen Morgen,.... Dankeschön. Ihre Heidrun Dietz

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